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Radtour auf dem Mauerweg Teil 1

Lichtenrade -Dreilinden

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Knuth der Eisbär

in Gedenken an

Thomas Dörflein †

Vom S-Bahnhof Lichtenrade geht es ein kleines Stück parallel zur Bahnstrecke

weiter nach Süden und dann stößt man schon auf den Mauerstreifen.

 

 

Zunächst fährt man durch ein lichtes Birkenwäldchen, später durch niedrige Kiefern.

Die Gegend hier ist sehr ländlich. Links erstrecken sich Felder, soweit das Auge reicht.

Auch auf der Lichtenrader Seite sind hier kaum Häuser zu sehen. Etwas weiter öffnet

sich der Blick auf Hochhäuser und den Freizeitpark Marienfelde sowie in der Ferne

das Kraftwerk Lichterfelde

 

 

 

 

 

Mit Lichterfelde eng verbunden ist auch der Name eines Erfinders, der später weltberühmt wurde.

Otto Lilienthal (1884 - 1896). Er ließ sich 1894 für rund 9.000 Mark an der heutigen

Schütte-Lanz-Strasse vom Abraum der benachbarten Ziegelei einen Hügel aufschütten,

von dem aus er seine Gleitflüge startete. Sein „Fliegeberg“ wurde 1932 zu einer

Lilienthal-Gedenkstätte umgestaltet

 

 

 

 

 

Der abrupte Übergang zwischen Stadtkante und freiem Feld weist aber noch deutlich auf die jahrzehntelange gewaltsame Teilung hin und ist nicht nur ein bizarrer Anblick, sondern durchaus eine Spur des DDR-Grenzregimes

 

 

 

An einem ehemaligen militärischen Sperrgebiet vorbei, in der amerikanische Truppen den

Häuserkampf trainierten. Von Häusern ist aber dort weit und breit nichts zu sehen.

 

 

 

Der Radweg mündet in die " Kirschbaumallee". Die Allee ist eine hübsche Spaziermeile

mit hunderten Kirschbäumen gesäumt wird. Eine Hinweistafel verrät, dass die Kirschbäume 

eine Spende von japanischen Bürgern aus Freude über die Vereinigung unseres Volkes sind.

 

 

 

 

 Am ende der Kirsch Alle, die Bahntrasse der Verbindung zwischen S-Bahnhof Lichterfelde-Süd

und Teltow.

 

  

 

Auf der Verlängerung der Kirschbaumallee geht es weiter Richtung Teltowkanal.

Die Häuser an dieser Stelle sind alle mit Balkonen mit Blick auf den Mauerstreifen

hin versehen. Das muss früher hier eine bizarre Aussicht gewesen sein.

Heute schauen die Bewohner auf Pferdekoppeln auf der anderen Seite.

 

 

 

 

Über die Hauptstraße nach Teltow stößt man auf den Teltowkanal. Nun geht es einen

breiten geteerten Weg am Südufer des Kanals entlang. Der Kanal selbst ist nur selten

hinter den Bäumen zu sehen, die den Weg säumen.

     

 

 

Der Weg mündet in den Teltower Damm an der Knesebeckbrücke.

Linkerhand beginnt Teltow. Die Strecke wechselt auf die nördliche Seite des Kanals. Auf der "Westseite" der Knesebeckbrücke befindet sich ein Gedenkstein für einen nicht näher

benannten "Deutschen", der an dieser Stelle 1961 kurz nach dem Mauerbau auf der Flucht erschossen wurde.

 

 

Nun wird die Wegbeschreibung im Führer etwas schwierig. Es ist mir nicht gelungen, komplett dem

beschriebenen Weg zu folgen. Ich habe den Weg an der Neuruppiner Strasse wieder aufgenommen.

Laut Stadtplan verlief die Grenze direkt an der Neuruppiner Strasse, aber davon ist nichts zu sehen.

Dort grenzen Zehlendorf und Kleinmachnow unmittelbar aneinander, ohne dass ich einen freien

Streifen dazwischen ausmachen konnte. Am Ende der Neuruppiner Strasse,

in der Berlepschstrasse, steht ein Holzkreuz zum Gedenken an ein weiteres Maueropfer, diesmal von 1966.

 

 

Der Weg führt weiter entlang der Trasse der Stammbahn. Die Stammbahn wurde 1838 als schnelle

Verbindung von den feinen Villengegenden außerhalb der Stadt direkt zum Potsdamer Platz gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie stillgelegt. Später verlief dort die Mauer.

 

 

Abrupt steht man am Ende vor einer Bretterwand, hinter der der Verkehr der Autobahn rauscht.

Einige Meter nach rechts befindet sich die Königswegbrücke. Als Übergang über die Autobahn am

ehemaligen (West-) Kontrollpunkt Dreilinden.

 

 

 

Abrupt steht man am Ende vor einer Bretterwand, hinter der der Verkehr der Autobahn rauscht.

Einige Meter nach rechts befindet sich die Königswegbrücke. Als Übergang über die Autobahn am

ehemaligen (West-) Kontrollpunkt Dreilinden.

 

Die Strecke folgt nun weiter dem Königsweg, einem schnurgeraden Wanderweg durch den Wald, der schon Ende des 18. Jh. angelegt wurde. Ein kleiner Abstecher nach links führt zunächst

wieder über die hier viel breitere Stammbahntrasse hinweg weiter zum

Ostkontrollpunkt Dreilinden.

 

Dieses Gelände wird wohl allen Berlinern in Erinnerung bleiben, da hier jeder bis 1989 eine Menge Zeit verbracht hat. Heute erinnert nur noch ein einsamer Wachturm an die ursprüngliche Bestimmung dieses Geländes.

 

 

 

Von hier aus geht es zurück über den Königsweg hinweg zum S-Bahnhof Wannsee.

 

 

Das war es für heute ... 

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